Väterchen Frost auf der Alster

Am Samstagmorgen haben wir uns um zehn Uhr und bei -5 Grad beim HSC an der Alster getroffen. Das ganze Boot war vereist, jede Leine war eingefroren, am Mast hingen kleine Eiszapfen. Wir mussten noch den Mast stellen, doch der passte wegen der ganzen Eisnasen fast nicht mehr durch das Loch im Deck. Außerdem war es ganz schön sportlich auf dem rutschigen Deck, man musste sich immer mit beiden Händen festhalten um nicht auszurutschen.Dann wurde soviel angezogen wie möglich inklusive Mützen, Schals, Handschuhe! Die ganze Alster war neblig, zunächst sah man noch nicht mal das andere Ufer (die Alster sah wie ein riesiges Meer aus!), ausserdem war erstmal gar kein Wind.    

 
Die ersten beiden Starts liefen nicht gut und wir schafften es nicht uns vom Feld frei zu segeln. Auch als der dritte Start besser lief hatten wir Schwierigkeiten eine gescheite Taktik zu fahren, es war absolut nicht zu erkennen wann der sehr schwache Wind wo und warum drehte, verschwand und wiedereinsetzte. Der Nebel verschwand den ganzen Tag nicht, stattdessen hing er in komischen Nebelschwaden ganz tief über dem Wasser, sodass die J’s wie Geisterschiffe aussahen. Überhaupt war es eine ganz merkwürdige Stimmung mit dem Nebel, die Bäume um die Alster herum waren alle vereist und weiß und ab und zu schaffte es die Sonne ganz matt durch den Nebel hindurch zu scheinen. Allen war mega kalt, wir fahren froh, dass es drei recht kurze Rennen waren und es irgendwann vorbei war. Nach dem Segeln gab es im HSC eine heiße Suppe, die tat sehr gut. Danach gab es noch Freibier, das tat noch besser. Wir ließen den Abend in gewohnt lustiger J24-Segler Runde ausklingen.

Am Sonntag trafen wir uns mit Franzbrötchen auf unserem immernoch vereisten Boot. Allerdings hatte sich die Wolkendecke deutlich gelockert und es fühlte sich nicht mehr ganz so eisig an. Kurz vor dem Start entschlossen sich Wind und Sonne uns den letzten Segeltag der Saison doch noch zu versüßen, und so segelten wir bei 6 bis 8 Knoten und immer kräftiger werdender Sonne zwei Top-Ten Platzierungen. Direkt nach dem letzten Zieleinlauf wurde ein letztes Mal abgeklatscht, heimlich eine Träne verdrückt, und ungläubig gefragt, ob die Saison nun wirklich schon wieder vorbei sein soll??


Zurück im Hafen wurde unsere Juelssand abgebaut, gekrant, ausgeräumt, geputzt und für den Winterschlaf eingepackt. Die To-Do’s für die Winterarbeit sammeln sich langsam, Termine für den ersten Glühwein und die Crew Weihnachtsfeier stehen und es geht direkt an die Planung für nächstes Jahr. Soviel sei verraten, es werden wieder viele Kilometer gereist. Oder sollte man lieber von Meilen sprechen…?

Wir freuen uns sehr, dass ihr uns auch in dieser Saison wieder verfolgt und die Daumen gedrückt habt, und wünschen euch nun eine erholsame Advents- und Weihnachtszeit!

Alles Liebe und bis gleich
Eure Juelssander

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