Wiedersehen in Grömitz

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Nach 2008 und 2009 ging es in diesem Jahr wieder zur German Open nach Grömitz in der Lübecker Bucht. Der Grömitzer Yachtclub bot uns bei unseren letzten Besuchen schon ein tolles Segelrevier, reibungsloses Kranen, komplettes Abendprogramm (Verpflegung, Getränke, Musik, Abendsonne) sowie kostenloses Campen mit Blick auf die Bucht. Klar, dass wir dort wieder hinwollten! Es gestaltete sich dann doch unerwartet schwierig eine vollständige Crew auf die Beine zu stellen, da der Termin mit Klausurphasen, Sommerfesten und kurzfristigen Urlaubsvertretungsdiensten kollidierte. Da wir dieses Event aber auf keinen Fall verpassen wollten, entschieden wir uns für laufende Crewwechsel, und so segelten wir am Freitag zu viert, am Samstag zu fünft, am Sonntag zu sechst und mit wechselnden Steuerfrauen.

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Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Große Putzaktion vor dem ersten Rennen.

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Nach einem ausgedehnten Frühstück mit frischem Cappuccino in der Sonne fuhren wir am Freitag bei sehr mauem Wind raus und segelten nach einstündiger Startverschiebung ganz entspannt drei Wettfahrten in kurzer Hose und Shirt und viiiiel Sonnencreme. Mit den Platzierungen 7, 4 und 5 standen wir am Abend sogar auf dem 3. Platz von 21 Booten. Allerdings gab es einige Frühstarts, die würde das Ergebnis Einzelner nach dem Streicher noch begünstigen. Am Abend gab es KV-Bier und Grillen im Yachtclub mit allen Crews, anschließend heizte uns unser Stamm-Musiker der J24 Weihnachtsfeier, Jimmy Green, ordentlich ein. Früh morgens fielen wir in die Zelte.

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Vor dem ersten Start, heute zu viert

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Der Samstag startete ebenfalls mau und etwas später als geplant, da war sogar noch Zeit für einen zweiten Kaffee. Plötzlich setzte der Wind ein und wir konnten bei traumhaftem Wetter erneut drei Wettfahrten segeln. Die ersten beiden liefen gut, bei konstant rechts drehendem Wind war die Taktik einfach. Beim dritten Rennen ließ der Wind schon wieder nach doch wir kamen beim Start gut weg und nach ein paar Metern auf der Bahn waren wir erstes Boot. Der Wind drehte weiter und wir fuhren als Dritter um die Luvtonne. Die Wettfahrtleitung zeigte Charlie am Gate (Bahnänderung), dass muss unsere innenfahrende gegnerische Crew so verwirrt haben, dass sie nach passieren der Gatetonne nicht wieder hoch an den Wind ging, sondern mit schlagender Genua halbwinds vom Feld wegsegelte und uns in Lee mitnahm. Nach zweidrei Bootslängen hatten sie die Segel endlich im Griff und fuhren dann auch hoch, allerdings hatte dieses Manöver 5 Boote gekostet die uns in dieser Zeit am anderen Gatefass überholt hatten. Bei weiterhin schwachem, immer weiter rechtsdrehenden Wind schafften wir es nicht wieder auf die rechte Seite, und so verloren wir weitere Boote auf unserem Zickzackkurs durch die Mitte. So gut dieses Rennen angefangen hatte, so schlecht beendeten wir es mit einem 13. Platz als Streicher. Anschließend versuchte die Wettfahrtleitung einen weiteren Start, als jedoch der Wind bei 3 Minuten plötzlich um 100 Grad nach rechts schwenkte war klar, das wird nichts mehr. Der Start wurde abgebrochen und wir fuhren in den Hafen. Im Yachtclub gab es an diesem Abend riesige Lasagne Stücke und Prosecco in der Sonne, später wurde wieder mit der gesamten Klasse getanzt und lauthals mit dem Gitarrenspieler mitgesungen.

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Downwind. Foto von Mitja Meyer

Sonntagmorgen, Szenenwechsel. Es ist grau, windig, ab und zu nieselt es auf den Milchschaum. Wir stellten das Rigg auf die neuen Bedingungen ein und fuhren, diesmal statt in kurzer Hose in voller Ölzeugmontur, hinaus auf die Bahn. Wir starteten bei etwa 14 Knoten Wind und waren fünftes Boot am Luvfass. Der Downwind ging sehr schnell, wir surften die schönen langen Wellen hinunter und fuhren am Ende als drittes Boot über die Ziellinie! Es folgten noch zwei weitere Rennen bei denen der Wind stetig zunahm. Auf der letzten Kreuz hatten wir sehr mit der Genua und den starken Böen zu kämpfen. Beim Spi setzen drückte uns der Wind einmal komplett auf die Seite, sodass wir das komplette Tuch wieder einsammeln und neu setzen mussten. Das kostete etwas Zeit, trotzdem kämpften wir uns noch als 10. Boot ins Ziel.

Da singt das Ruder! Foto von Mitja Meyer

Beim anschließenden Kranen ging zum Glück alles reibungslos, der Regen hörte wieder auf und wir feierten unseren Deutschen Meister Peer Kock und Team! Wir selbst landeten auf dem 8. Platz von 21 Booten, mit allen Einzelplatzierungen in der ersten Hälfte. Unsere Crewwechsel haben toll funktioniert, wir waren trotz wechselnder Positionen hochkonzentriert und haben uns schnell auf neue Handgriffe und Bewegungsabläufe eingestellt. Sollte also in Zukunft mal einer oder sogar zwei ausfallen, bei Leichtwind kein Problem, können wir jetzt!

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Am 27. und 28. August findet die Hamburger Meisterschaft auf der Alster statt. Kommt gern vorbei und besucht uns im HSC!

Bis dahin, eure Juelssander

EM 2016 – Tag 4

Der letzte Tag der EM begann mit grauem Himmel und Flaute. Schnell riss der Himmel jedoch auf, sodass wir schon bald wieder in Shorts unterwegs waren. Der Wind drehte und war recht löchrig, sodass wir erstmal etwas warten mussten bis sich ein konstanter Wind durchsetzte. In der Zwischenzeit wurden wir (wie übrigens schon während des gesamten Events) durch unseren sehr freundlichen Wettfahrtleiter über Funk mit vielen „Sorry“s und „unfortunately“s auf dem Laufenden gehalten.

Als die Bedingungen für konstant genug befunden worden waren wurde gestartet. Wir fuhren nach links raus und verhungerten nach einem recht stumpfen Crash im verschwindenden Wind, während der neue Wind rechts einsetzte… Trotz drastischer Taktik war auf dem inzwischen sehr einseitigen Kurs keiner mehr zu holen.

Im zweiten Rennen stimmte vieles: die Startseite, die Kreuzseite, Höhe und Bootsgeschwindigkeit, die Konzentration 🙂 Und so fuhren wir zu guter Letzt noch auf einen 7. Platz, der die verzweifelnden Gemüter besänftigte.

Am Abend wurden im Royal Western Yacht Club die Sieger und Helfer der Veranstaltung gekürt. Herzlichen Glückwunsch an die Teams auf dem Treppchen: Phoenix (GBR) auf Platz 1, JJOne (GER) auf Platz 2, Gekko (JPN, daher nicht in der EM Wertung) auf Platz 3 und das junge irische Team Kilkullen auf Platz 4, bzw. 3!!! Die Tinto wurde 6., der Hungrige Wolf segelte auf Platz 8 und die Luv auf Platz 11. Für uns endete diese EM auf einem verbesserungswürdigen 24. Platz als erstes Damenteam. Hier die Ergebnisliste. Tolle Bilder vom Wasser gibt es hier!

Vielen Dank an alle mitwirkenden dieser Veranstaltung! Wir hatten eine tolle Woche in Plymouth (vermutlich mit dem besten Wetter des Jahres) und waren beeindruckt von der Hilfsbereitschaft unserer Gastgeber!

Bist bald, eure Juelssander

EM 2016 – Tag 2

Schon wieder Kaiserwetter! Heute war etwas weniger Wind als am Vortag, sodass das Feld mit Genua durch die Wellen brauste. Einen kleinen Schreck bekamen wir beim Einsegeln: Wir waren mitten im Seitentesten mit der Tinto als es knallte und auf einmal das Vorstack baumelte. Zum Glück konnten wir relativ schnell alles reparieren und starteten pünktlich zum 4. Rennen der Serie. Leider war dieses erste Rennen kein guter Anfang, denn nach einer frustrierenden Wettfahrt und einer teuren Prozentstrafe in der Zone landeten wir auf dem [Streicher] Platz. Die zweite Wettfahrt begann ähnlich schlecht mit unserem Start 1,5min nach allen anderen. Doch wir begannen mit einer sehr erfolgreichen Aufholjagd. Leider berührten wir allerdings nach der 2. Kreuz die Luvtonne, sodass auch  aus diesem Rennen eine Prozentstrafe mitnahmen. Glücklicherweise konnten wir den Tag noch mit 2 guten Starts und gelungenen Rennen auf den Plätzen 10 und 9 abschließen. IMG_1051IMG_1064Das Abendprogramm bestand aus dem ersten Teil der großangekündigten Englischen Feuerwerks Meisterschaften. 3 Teams gaben hintereinander ihr prunkvolles Feuerwerk zum Besten – wirklich beeindruckend und sehr laut!IMG_1074IMG_1082

EM 2016 – Tag 1

Was für ein schöner Tag auf See! Kaiserwetter in Plymouth: Sonne, viel Wind und etwas schwierige Wellen. Die Kreuzen forderten uns einige Optimierungsmaßnahmen ab, während die Vorwinder sehr gut liefen. Wir beendeten den Tag mit den Platzierungen 20, 21 und zum Abschluss 11 von 37 Schiffen. Nach dem Einlaufen wurde noch etwas gebastelt und entsalzt. Dann gab es German beer von der Deutschen J24 KV und für uns einen Belohnungsburger auf der sonnigen Clubterasse.IMG_5865 IMG_5873

EM 2016 – Practice Race

Sonne, Sonne, Sommer!

Nachdem wir unser Schlafdefizit ausgeglichen hatten ging es heute erstmals aufs Wasser. Wir konnten uns einsegeln, an unsere Aufgaben an Bord erinnern und ein erfolgreiches Practice Race absolvieren, sowie ein bisschen Butterfahrt genießen. Anschließend wurde auf der Terrasse des Royal Western Yacht Club die EM offiziell eröffnet mit Ale und Cornish Pasties.DSCN0853IMG_5844IMG_4571IMG_1039